Grußwort von Schirmherr Thomas Strobl

Der Innenminister von Baden-Württemberg ist Schirmherr des Donzdorfer Fasnetsumzug 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Fasnet,

die „fünfte Jahreszeit“ ist in vollem Gange, die Zeit der Ausgelassenheit und Fröhlichkeit. Derzeit folgt eine Veranstaltung auf die nächste und die Närrinnen und Narren sprühen nur so vor Humor und Lebenslust. Sie begeistern Groß und Klein,Jung und Alt und bringen die Menschen zusammen – sei es bei Narrensprüngen, Prunksitzungen, Fasnetbällen oder -umzügen. Die gemeinsame Freude verbindet und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn die närrische Kreativität und Vielfalt kennt keine Grenzen. Dass alle friedlich und fröhlich die Fasnet feiern können, ist mir ein großes Anliegen.  

Möglich ist das alles freilich nur, weil sich zahlreiche Baden-Württemberginnen und Baden-Württemberger vor Ort für ihre Fasnet, Fastnacht oder ihren Fasching engagieren – und das nicht nur in der „fünften Jahreszeit“, sondern das ganze Jahr über. Schließlich wollen die Veranstaltungen geplant, die Tänze einstudiert und die Kostüme genäht werden. In der Fasnet steckt wirklich viel Zeit und jede Menge Herzblut. Bei allen, die sich hier einbringen, bedanke ich mich ganz ausdrücklich.

Fasnet ist ein wertvolles Kulturgut – das sieht auch die UNESCO so und hat die schwäbisch-alemannischen Fasnet zum immateriellen Kulturerbe erhoben. Vereine wie der Donzdorfer Kulturring e.V. und ihre Mitglieder sind wesentlich dafür, dass die Fasnet bei uns lebendig bleibt und unsere Traditionen und Werte weiterhin auf karnevalistische Art hochgehalten werden. Das fängt bei Schulbesuchen und der Kinderfasnet an, die im Fasnetdorf Donzdorf schon viele Jahrzehnte mit Begeisterung gefeiert wird, und zieht sich durch alle Generationen bis zur Seniorenfasnet.  

Vielen Dank an den Donzdorfer Kulturring e.V., seine Mitglieder und Unterstützer, die die Donzdorfer Fasnet bereits seit 1964 auf die Beine stellen. Ihnen, allen Donzdorferinnen und Donzdorfern sowie Gästen wünsche ich eine ausgelassene Zeit voller Lacher und tolle närrische Tage. 


Thomas Strobl - Stv. Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration in Baden-Württemberg übernimmt die Schirmherrschaft für den Donzdorfer Fasnetsumzug am 23.02.2020. (Bildquelle Innenministerium ( Laurence Chaperon)


Herzliche Grüße

 


Ihr Thomas Strobl

Stv. Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration BadenWürttemberg


zum Vorbericht Fasnetsumzug 2020



Hintergrund zur Schirmherrschaft von Thomas Strobl

Der  Kulturring Donzdorf e.V. konnte für den 63. Donzdorfer Fasnetsumzug am 23.02.2020 prominente Unterstützung gewinnen. Der Stv. Ministerpräsident von Baden-Württemberg war bereits mehrmals bei der TV-Sitzung „Schwäbische Fasnet“ in der Donzdorfer Stadthalle und konnte sich dort von der enormen Fasnetsbegeisterung der Lautertäler Narren überzeugen. So musste der CDU-Politiker nicht lange überlegen, als ihm die Schirmherrschaft über einen der außergewöhnlichsten Fasnetsumzüge im süddeutschen Raum angeboten wurde.

„Bei der Donzdorfer Fasnet bin ich schon öfters gewesen, es hat mir immer saumäßig gut gefallen, und ich komme immer wieder gerne. Man spürt richtig, wie man hier im Fasnetsdorf mit ganz viel Herzblut rangeht.“, so Thomas Strobl im Interview. Entstanden war die Idee dazu von Kulturring-Präsident Alexander Müller und Bürgermeister Martin Stölzle, mit einer zusätzlichen Empfehlung durch die Führungs- und Einsatzkräfte der Polizei. Da durch die TV-Sitzung und den jährlichen Besuch beim närrischen Staatsempfang in Stuttgart bereits ein persönlicher Kontakt vorhanden war, zögerten die Donzdorfer Verantwortlichen nicht lange die Idee in die Tat umzusetzen. „Als mir die Schirmherrschaft ... angeboten wurde, war für mich gleich klar: Das machst Du.“, so der Innenminister ohne weitere Überlegung.

Die prominente Unterstützung zeigt erneut den hohen Stellenwert der Donzdorfer Fasnet und ist zugleich Anerkennung für die hervorragende ehrenamtliche Arbeit. Alleine am großen Fasnetsumzug bilden mehrere hundert freiwillige Helfer das Grundgerüst für den weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Gaudiwurm. Ein Engagement, das für Thomas Strobl die Gesellschaft im Südwesten repräsentiert: „Die Menschen bringen sich bei uns im Südwesten für die Gemeinschaft ein wie kaum irgendwo sonst. Das ist es, was unser Land Baden-Württemberg ausmacht.“

In der Schirmherrschaft sieht er auch einen Weg, sich für diesen ehrenamtlichen Einsatz mit seinem Namen zu bedanken. Zumal er sich bereits seit längerem für weniger Bürokratie und einem pragmatischen Geist bei Genehmigungsverfahren für kulturelle Veranstaltungen dieser Art einsetzt. Denn die in den letzten Jahren deutlich verschärften Auflagen, sowie Vorgaben für die Durchführung von Fasnetsveranstaltungen und das damit verbundene, gestiegene Risiko für das Ehrenamt bringen etliche Veranstalter an den Rand des nebenberuflich Machbaren.

Zwar musste man sich in Donzdorf ebenfalls den Gegebenheiten, insbesondere im Bereich der Dokumentationspflichten anpassen, die Organisation der Donzdorfer Fasnet beruht aber auf einem seit Jahrzehnten erprobten und ständig optimierten Prozess.

Thomas Strobl - Stv. Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration in Baden-Württemberg beim Närrischen Staatsempfang 2018. (Bildquelle Innenministerium / Steffen Schmid)


„Wir sind froh und stolz die gesteigerten Auflagen im Großen und Ganzen bereits ohne Anpassungen erfüllen zu können. Darüber hinaus sind wir stolz auf eine jahrzehntelange hervorragende und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Einsatzkräften und Behörden“, so Umzugsleiter Hans-Peter Wiegand.

Einen Besuch des Fasnetsdorfes stattet der neue Schirmherr traditionell wieder an der „Schwäbischen Fasnet“ am 16. Februar ab. Eine Woche später kann er sich aus terminlichen Überschneidungen leider nicht von der hervorragenden Organisation des Donzdorfer Fasnetsumzuges überzeugen – aber wenn, wäre er vielleicht gar nicht zu erkennen gewesen. Denn auf die Frage, in welche Rolle er gerne mal an der Fasnet schlüpfen würde, antwortete der stellvertretende Landesvater bodenständig: „Vielleicht mal inkognito unterwegs sein...“